Samstag, 18. Juni 2016

Theater Lübeck, Junges Studio: "Fremd bin ich eingezogen", 18. und 21.06.2016

Jürgen Schwalm mit seinem Bruder Dirk 1943 im Park von Schloss Rosenau /Zwettl



Theater Lübeck
Junges Studio

Fremd bin ich eingezogen

Ein Bürgerbühnen-Projekt mit Lübecker Bürgerinnen und Bürgern

„Nach 1945 hat sich in Lübeck die Bevölkerung nahezu verdoppelt und die Stadt bereichert. Doch welche Geschichten stecken hinter diesen Zahlen? Mit einer Videoinstallation wollen wir allen verfolgten, vertriebenen und geflohenen Stimmen ein Podium geben.“ (Theater Lübeck)

Konzept / Realisation: Knut Winkmann
Video: Katharina Spuida-Jabbouti
Mit: Bürgerinnen und Bürgern aus Lübeck und Schleswig-Holstein, einer unter vielen:
Jürgen Schwalm

Sa 18./06, 19.00 Uhr und Di 21./06, 19.00 Uhr
Junges Studio
  





Samstag, 11. Juni 2016

Mohn


Jürgen Schwalm: Der Blütengarten (Detail), Hinterglasmalerei, 2006



Jürgen Schwalm


MOHN

SCHLAFMOHN
TRAUMMOHN
MOHNTRAUM
MOHNROT
MOHNTRAUMROT

HINTER MÜDEN LIDSCHLÄGEN
SCHLEUDERN FLAMMENWERFER
BLUTROTE FACKELN
ÜBER DIE SCHLACHTFELDER
WO DES SCHLAFES BRUDER LAUERT:
DER TOD
DER DIE BLÜTEN KÖPFT
DAMIT DIE TRÄUME ENDEN

KURZ IST DAS LEBEN DER TRÄUME
UND DAS LEBEN IST EIN KURZER TRAUM

(aus dem Zyklus: Der Blütengarten)



 


Samstag, 4. Juni 2016

"Auf Urgroßvaters Spuren in Japan" - Vortrag von Dr. Jürgen Schwalm, Lübeck, am 8. Juni 2016


Japanische Lackarbeit, 19. Jh., aus J. J. Rein: Japan-Handbuch, 2. Teil (1886) 


Mittwoch, 8. Juni 2016,18.00 Uhr
Garten der Gemeinnützigen Gesellschaft
Lübeck, Königstr. 5

Vortrag von Dr. Jürgen Schwalm, Lübeck

„Auf Urgroßvaters Spuren in Japan“


Der Urgroßvater des Referenten, der Geograph Prof. Dr. Johannes Justus Rein (1835-1918), durchreiste im Auftrag der preußischen Regierung in den Jahren 1873-75 Japan und publizierte seine Forschungsergebnisse in seinem epochalen zweibändigen Werk „Japan - (Natur, Bevölkerung, Wirtschaft und Gewerbe)“. In Shiramine/Hakusan wurden Rein ein Denkmal und eine Gedenkstätte errichtet. Bei Einladungen nach Japan durfte Schwalm erfahren, dass die Erinnerung an Rein im Lande lebendig geblieben ist. In seinem Vortrag wird Schwalm darstellen, wie sehr das Vermächtnis seines Urgroßvaters sein eigenes literarisches Schaffen inspiriert hat.

-Der Eintritt ist frei-




Samstag, 28. Mai 2016

Funchal / Madeira


Jürgen Schwalm: Grün 3, elektronische Farbstudie, 2016


Jürgen Schwalm

Funchal /Madeira

Wolkenschiffe erkunden den Himmel über Funchal,
aber drunten erteilen die Gärten den Blüten Unterricht:

Taucht die Pinsel in die Farbtöpfe
und betupft damit unser Kleid,
mischt Sonnengelb und Meeresblau und denkt daran:
Aus Gelb und Blau ist unser Grün entstanden. 

                                            (aus dem Zyklus: Der Blütengarten) 



Sonntag, 22. Mai 2016

Literarisches Gespräch am 26. Mai 2016 - Bildersaal der Gemeinnützigen Gesellschaft, Lübeck



Georg Philipp Schmidt von Lübeck
Gemälde von J. C. H. Hanson, 1849 (?)
Altonaer Museum


Litterärisches Gespräch
am Donnerstag, d. 26. Mai 2016, 19.30 Uhr
Bildersaal der Gemeinnützigen Gesellschaft Lübeck Königstr.5

Vortrag von Dr. Jürgen Schwalm

Da, wo du nicht bist, ist das Glück


Georg Philipp Schmidt von Lübeck (1766-1849)

Leben und Werk

Ein Beitrag zum 250. Geburtstag des Dichters


Da verlässt ein junger Mann Lübeck, um eine anständige Rolle auf der Bühne des Lebens spielen zu können, studiert Theologie, Jura und Heilkunde in Jena, promoviert zu Doktor der Medizin in Kiel und macht schließlich eine erfolgreiche Karriere als Bankdirektor in Altona.
Da profitiert einer durch Protektion (u.a. durch Ludwig Reventlow in Brahetrolleborg auf Fünen und den dänischen Finanzminister Ernst Schimmelmann in Kopenhagen), befreundet sich mit Dichtern (u.a. mit Heinrich Wilhelm von Gerstenberg und Christian Graf zu Stolberg) und wird selbst zum Dichter, der wie jeder Autor unverwechselbar bleiben möchte und deshalb seinen weit verbreiteten Nachnamen mit dem seiner Geburtsstadt ergänzt und schmückt: Georg Philipp Schmidt von Lübeck.
Da lebte jemand in der Schiller- und Goethezeit, liebte und wurde geliebt und nach dem Tode schnell vergessen und war doch einmal volkstümlich, weil er in seiner Lyrik allein die Sprache des Herzens gelten ließ. Kein Wunder, dass Schmidts schlichte Verse so gern vertont wurden. Des „Fremdlings Abendlied“, dessen Melodie von Schubert stammt, hat gerade wegen seiner hoffnungslos romantischen Schlusszeile alle Zeiten überdauert: „Da, wo du nicht bist, ist das Glück“.
Der Referent berichtet von einem norddeutschen Dichter, dessen erlebnisreiche Biografie uns noch heute zu fesseln vermag und sein Werk an Leuchtkraft und Farbe überstrahlt.

- Der Eintritt ist frei -






Freitag, 13. Mai 2016

Pfingsten 2016



Pfingsten 2016

„O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“
(J.S. Bach, Pfingstkantate, BWV 34)


Jürgen Schwalm: Licht-Engel
Glasmalerei über Collage (Krawattenseide, Papier), Endzustand 2016






Samstag, 7. Mai 2016

Löwenzahn

Jürgen Schwalm: Pusteblume und Papillon, Fotobild, 2016



Jürgen Schwalm

Löwenzahn

Erst sieht man nur Blattgrün,
in das kein Löwe den Zahn schlagen will,
dann Blütendottergelb
wie hunderttausend Wachtelspiegeleier,
und schließlich heißt es:
Puste sammeln für die Watteknäuel
mit den federleichten Fallschirmspringern.

(Aus dem Zyklus: Der Blütengarten)