Mittwoch, 13. Januar 2016

Manesse

Jürgen Schwalm: 
“Das Posthorn schallt aus dem Zauberwald”, Assemblage 1998


 
Manesse
für  Christel

Eh ich dich fand
hab ich den Botenvogel gesandt
mit Liedern aus meinem Land

Als du dich zu mir gewandt
hab ich ein Schriftband
gespannt
zwischen  meine und deine Hand


In: Jürgen Schwalm „Aus Nimmermehr ein Immermehr“
Verlag Th. Breit Marquartstein 1977




Montag, 28. Dezember 2015

Klabautermann


Jürgen Schwalm: “Das Bullauge” oder “Die Fisch-Uhr”, surreales Objekt 
(Uhrgehäuse, Stoff, Pappe, Papier, Acrylfarben)



Jürgen Schwalm

Klabautermann

Der Kompass unserer Narrenschiffsreise
schlingert zwischen Ost und West
und Süd und Nord
und Strich für Strich
durch alle Hafenkneipen
wo das Seeemannsgarn
für die Mädchen gespleißt wird
bis sich die Balken biegen

Nach acht Glasen
und hinter dem achten  Glas
hockt hinter Nebel und Rausch
der Flaschengeist tief im Rum

Wer ihn befreit
mit gezinkten Karten
bei schaukelnder Lampe
und schrägen Planken
den rettet er
aus Tang und Tau und Teer
und nimmt ihn mit
beim  Wellenritt
zum großen Kapitän da droben
wo die weißen Wolken segeln
*

Meinen Freunden wünsche ich für 2016 alles Gute
Euer Jürgen Schwalm






Sonntag, 13. Dezember 2015

Weihnachten 2015


Jürgen Schwalm: “Sternenfeuer”, Fotomontage, 2015



Weihnachten 2015


Lasst uns gemeinsam den Weg finden, der uns zum rettenden Ziel führt. Lasst uns das Lichterfest der Hoffnung und der Brüderlichkeit feiern.
Allen Menschen, die sich für den Frieden in der Welt und für die Erhaltung unserer kulturellen Werte einsetzen, wünsche ich von Herzen gute Feiertage.



 

Montag, 30. November 2015

Der Morgenbote


Jürgen Schwalm: “Der japanische Pavillon”, Hinterglastechnik






Der Morgenbote


Dieser starre Zweig
und seine weiße Last
Du kamst zurück
mein liebster Morgenbote
noch ohne Schwingen
streiftest meinen Schnee ab
schütteltest mein Gefieder
Geh nicht wieder fort
Ich schenk dir Flügel
mit meiner Stimme



(aus:   Jürgen Schwalm:   Japanische Lieder –

Ein Jahres- und Lebenskreis)



 


Donnerstag, 19. November 2015

"..... dann sinn' ich auf Lieder" - 29.11.2015 im "Alten Zolln", Lübeck









 


Geibel-Teller (Porzellanmalerei von Dorte Jaich, Arnis 1994). – Den Teller erhielt Jürgen Schwalm 1994 bei den “Literaturtagen Neumünster” als Ehrengabe nach seinem Geibel-Vortrag (“Ich bin ein altes Krokodil”).




„---dann sinn’ ich auf Lieder“

Mitglieder des Lübecker Autorenkreises lesen Gedichte von Emanuel Geibel anlässlich seines 200. Geburtstages.
Mitwirkende: Klaus Rainer Goll, Brigitte Halenta, Regine Mönkemeier und Jürgen Schwalm.
Literarischer Frühschoppen im „Alten Zolln“ (Lübeck, Mühlenstraße 93/95) am Sonntag, d. 29. November 2015, 11.00 Uhr. 





Mittwoch, 21. Oktober 2015

VOM LEBEN UND ÜBERLEBEN - Auferstehungskirche, Lübeck, 5.11.2015




Jürgen Schwalm: “Der Weg in den Herbst”, Collage, 2001




Auferstehungskirche

Lübeck, Marliring 1
23566 Lübeck


DONNERSTAG,  5. NOVEMBER 2015, 17.00 UHR

VOM LEBEN UND ÜBERLEBEN
Worte und Klänge

Eine Abendveranstaltung mit dem Lübecker Autor
Jürgen Schwalm
und dem Instrumentalkreis der Auferstehungsgemeinde
unter der Leitung von Peter Rehberg


Der Eintritt ist frei – Spenden werden dankend angenommen

*

SCHREIBEN
vom Bittersalz der Not
und vom Beständigen

SCHREIBEN
 vom Friedenstraum
der unzerstörbar bleibt

SCHREIBEN
aber auch vom Mondlicht trinken
und mit dem Sonnenstaub tanzen
 und
LEBEN LEBEN





Donnerstag, 1. Oktober 2015

Almanach deutschsprachiger Schriftsteller-Ärzte 2016


Theodor Schwalm (1870-1940): Das Fischerboot (um 1890). Aquarellskizze für ein Ölgemälde, das mein Großvater Theodor Schwalm als Auftragsarbeit für die Bremer Dampfschifffahrtsgesellschaft Hansa schuf.



Im Almanach deutschsprachiger Schriftsteller-Ärzte auf das Jahr 2016 (38. Jahrgang, Verlagsgesellschaft W.E. Weinmann, Filderstadt) erschienen von Jürgen Schwalm drei Beiträge zur Lübecker Kulturgeschichte:

                  1. Wo logierte Johann Sebastian Bach bei seinem Aufenthalt in Lübeck?
                  2. Johann Adam Reincken und Johann Sebastian Bach
                  3. Bilder aus dem Leben des Theatergrafen Hahn (1782-1857)

"Das Leben ist halt eine Bühne, man tritt auf und wieder ab, und wenn der letzte Vorhang fällt, müssen alle Darsteller ihre Kostüme in der Garderobe abliefern."