Samstag, 6. März 2021

"Lyrische Lebensreise"


Jürgen Schwalm: Das Visier der Jugend, Collage, 1986

 

Unter dem Titel: „Lyrische Lebensreise“ rezensierte Petra Haase für die Lübecker Nachrichten vom 4. März 2021 den neuen Gedichtband von Jürgen Schwalm:

„Arm in Arm und Wort für Wort“, der bei seemann publishing erschien (179 S., 12,90 € )

Zitate: „Im Alphabet der späten Stunden/warten Freunde in jeder Zeile“ heißt es in einem Gedicht von Jürgen Schwalm über eine „traulich nächtliche Runde mit Trank und zierlicher Speise“. Er skizziert Bilder und schafft Räume für Assoziationen. Eine Auswahl seiner Gedichte aus sechs Jahrzehnen ist jetzt erschienen…verdichtetes Leben eines vielseitig interessierten Mannes in ganz eigenem Ton. Die etwa 200 Gedichte sind in acht Blöcke geordnet. Im „Scherzo am Lago Maggiore“ malt Schwalm sonnengeflutete Bilder…in den Japanischen Liedern besingt er Schmerz, Freude, Sehnsucht und natürlich die Liebe…Eine wichtige Inspirationsquelle für Schwalm ist die Musik, zahlreichen Komponisten hat er Gedichte gewidmet…ebenso Schriftstellern, Malern und Sängern…das Kapitel „Das Visier der Jugend“ beleuchtet Lebensphasen von der Kindheit bis zum „letzten großen Spiel“. Aber das soll kein Abgesang sein -  unter http://juergenschwalm.blogspot.com gibt es weiterhin Neues vom Dichter.

 

 

 

 

Samstag, 27. Februar 2021

Das Alphabet der späten Stunden

Ein Buch als Kunst-Werk. – Hannah Huber: Pluster – Das weiß der Wind -.

Geschenk für Jürgen Schwalm zum 29. Januar 2021


 

Jürgen Schwalm

Das Alphabet der späten Stunden

Wenn die Wände sprechen könnten
diese wunderbaren Speicher der Regale

Hier werden Mythen in klugen Büchern verwahrt
verborgene Pfade mit der Schreibhand erforscht

Im Alphabet der späten Stunden
warten Freunde in jeder Zeile

Da werden auch fremde Sprachen
keilschriftlich bildlich
aus fernen Ländern herbeigelockt
zu traulich nächtlicher Runde
mit Trank und zierlicher Speise

Wenn es draußen kälter wird
zeigt die Kerze ihre warme Blüte
rücken wir näher vom Schatten ins Licht
Arm in Arm und Wort für Wort

Aus dem Zyklus: Das Visier der Jugend
in dem soeben erschienenen Lyrikband von
Jürgen Schwalm
Arm in Arm und Wort für Wort
Gedichte aus sechs Jahrzehnten

Coverbild: Jürgen Schwalm
Vorwort: Hermann Hofer
Seemann Publishing
ISBN: 979-8598725467
Das Taschenbuch (179 Seiten) kann zum Preis von 12,90 € erworben werden bei AMAZON https://amzn.to/3ahtiEw
 
 
 
 

Samstag, 20. Februar 2021

Die Gartenkugel

Gartenkugel mit Schneemütze. – Foto: Jürgen Schwalm, 2021


Jürgen Schwalm

Die Gartenkugel

Wie hoch sich auch der Himmel wölbte
auf meiner Rundung hatte ich die große Welt
zwergenklein für dich gespiegelt
Leuchtend war der Garten in der Sommerzeit
Dann zogst du aus zum Blütenschnitt
Jetzt ist mein Glas noch winterkalt beschlagen
Du willst die alte Pracht in mir erschauen
Ich gebe die Erinnerung nicht preis


Aus dem Zyklus: Der Blütengarten
in dem soeben erschienenen Lyrikband von
Jürgen Schwalm
Arm in Arm und Wort für Wort
Gedichte aus sechs Jahrzehnten

Coverbild: Jürgen Schwalm
Vorwort: Hermann Hofer
Seemann Publishing
ISBN: 979-8598725467
Das Taschenbuch (179 Seiten) kann zum Preis von 12,90 € erworben werden bei AMAZON https://amzn.to/3ahtiEw

 

 




Freitag, 12. Februar 2021

Arm in Arm und Wort für Wort - Gedichte aus sechs Jahrzehnten


 



Bei Seemann Publishing erschien:

Jürgen Schwalm

Arm in Arm und Wort für Wort


Gedichte aus sechs Jahrzehnten

Coverbild: Jürgen Schwalm

Vorwort: Hermann Hofer

ISBN: 979-8598725467

…Lassen wir das Pendel weit schwingen zum Schmerz und zur Freude, auf den Bögen, die es unterm Weinen und Lachen ausschaukelt, kehrt es immer wieder zurück zum unveräußerlichen ICH. – Aber: Es gibt sie, die Sternstunde der Resonanz. Und weil das ICH doch nie die Hoffnung verliert, das DU zum Mitschwingen zu bringen, werde ich nie aufhören, zu DIR zu sprechen, an DICH zu schreiben. Denn wir ersehnen, solange wir leben, die Erfüllung unseres Traumes, erhoffen uns aus dem N e b e n einander das Z u einander -, und wenn auch nur für Augenblicke…

Jürgen Schwalm

Das Taschenbuch (179 Seiten) kann zum Preis von 12,90 € erworben werden bei AMAZON https://amzn.to/3ahtiEw
 
 

 

Samstag, 6. Februar 2021

Notizen zur Stadt- und Kulturgeschichte Lübecks IV

Denkmal für Friedrich Wilhelm Ludwig von Arnim-Suckow – Foto: Jürgen Schwalm, 2020

 

Lübeck um 1900

Notizen zur Stadt- und Kulturgeschichte Lübecks IV
Aus:
Hundert Ausflüge in Lübeck’s Umgegend nebst Führer durch die Stadt Lübeck
Dritte verbesserte und durchgesehene Auflage
Verlag von Edmund Schmersahl Nachf. (Rich. Brunn) Lübeck 1899

Die Fahrstraße [Arnimstraße] führt weiter durch Feld in 30 Minuten zum Waldesrande. Hier an der Tannenholzung liegt die zum Orte Wesloe gehörende Gastwirtschaft: Zum Arnim-Denkmal mit großem Garten mit Belustigungsspielen. Dieselbe liegt an herrlichen Tannenwaldungen etwas abseits von der großen Heerstraße der Touristen und dürfte gerade deshalb für viele als ein beliebtes Ausflugsziel zu empfehlen sein.

Hinter dem Gasthause liegt auf einer tannenumkränzten Anhöhe am Walde das Arnim-Denkmal, ein 2 m hoher granitner Obelisk mit der Inschrift: Friedrich Wilhelm Ludwig von Arnim aus dem Hause Suckow – Erster Führer der hanseatischen Reiterei, kgl. preuss. und großbrittanischer Major, Ritter des Verdienst- und Johanniterordens, geb. d. 10. April 1780, gefallen d. 5. September 1813 bei einem Versuche zu Lübecks Befreiung.  

[Das Denkmal ließen Offiziere der Hanseatischen Legion errichten. An seiner Nordseite steht folgende Inschrift: FÜR DAS VATERLAND HAT ER SEIN BLUT VERGOSSEN AUCH AUS SEINEM BLUTE IST EUCH HEIL ENTSTANDEN DENKET DANKBAR SEIN DIE IHR VORÜBER GEHT UND GELOBET ES IN DER FREIHEIT SCHÖNEN TAGEN IMMER HELDENMÜTHIG GUT UND BLUT ZU WAGEN WENN DAS VATERLAND IN NOTH IHR SEHT / DIESES DENKMAL SETZTEN DEM HELDEN TREUE KAMPFGENOSSEN. Die Verse stammen von Johannes Geibel, dem Vater von Emanuel Geibel. Johannes Geibel war auch bei der Einweihungsfeier des Denkmals dabei, die am 18. Oktober 1814 stattfand. Das Denkmal ist das erste Kriegerdenkmal, das in Lübeck errichtet wurde].

Anmerkung in eckiger Klammer: Jürgen Schwalm

 

 

 

 

Freitag, 29. Januar 2021

"Die Großvaterstadt" von Ludwig Ewers, Interview mit Jürgen Schwalm am 24.01.2021 im Schleswig-Holstein-Magazin des NDR

Die Handlung des Romans “Die Großvaterstadt” beginnt am 2. April 1843 mit einer Waffenübung der Lübecker Bürgergarde  auf dem Burgfeld. – Zinnfiguren der Lübecker Bürgergarde von Dr. Peter Dangschat. – Sammlung: Jürgen Schwalm



Am 24. Januar 2021 wurde im Schleswig-Holstein-Magazin des NDR-Fernsehens ein Beitrag von Thomas Kahlcke über den Roman „Die Großvaterstadt“ von Ludwig Ewers gesendet, dem ein Interview mit Jürgen Schwalm zugrunde lag, der sich seit Jahrzehnten mit Ludwig Ewers beschäftigt und Publikationen über ihn verfasste.
„Lübeck im 19. Jahrhundert: Das ist ein Stoff, in den so manche Autorinnen und Autoren der Großvaterzeit noch eigene Erlebnisse verarbeiten konnten. Thomas Manns Roman Buddenbrooks vermittelt auf feingeknüpftem Sprachgewebe ein überaus lebendiges Bild der Lebensverhältnisse in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus der Sicht des arrivierten Bürgertums.
Ludwig Ewers’ Roman Die Großvaterstadt, eine belletristische Chronik (Ida Boy-Ed), kann nicht nur in ihrem Umfang durchaus mit Buddenbrooks konkurrieren. Auch Ewers recherchierte sehr genau. Er behandelt ähnliche Themen und Zeiträume. Alle geschichtlichen Angaben sind bei Ewers überprüfbar. Die topografischen Besonderheiten Lübecks werden genau geschildert. Und: Ewers’ Roman ist volksnah. Er schildert das Leben der einfachen Leute. Bei ihm wird sogar noch viel Platt gesprochen. Als Ergebnis entsteht kein pretiöser Gobelin, sondern ein Ölgemälde in kräftigen Farben.
Der wesentliche Unterschied, der zwischen den beiden Romanen besteht, liegt in ihrer Perspektive: In „Buddenbrooks“ wird das stufenweise Abnehmen des Lebenswillens in einer Folge von Generationen exemplifiziert, in der „Großvaterstadt“ der gesellschaftliche und berufliche Aufstieg aus kleinsten Verhältnissen, der zwar hart erkämpft werden muss, aber mit viel Optimismus gelingt. Insofern könnte man „Buddenbrooks“ als pessimistischen und die „Großvaterstadt“ als optimistischen Roman bezeichnen.“


(Jürgen Schwalm in einem Essay über Ludwig Ewers)
 
 
 

 

Samstag, 23. Januar 2021

Notizen zur Kulturgeschichte Lübecks III

Werbung für den Lübecker Tierpark im Anzeigenteil des Stadtführers von Schmersahl

 
Lübeck um 1900
Notizen zur Stadt- und Kulturgeschichte Lübecks III


Hundert Ausflüge in Lübecks Umgebung nebst Führer durch die Stadt Lübeck,
3. Auflage, Verlag von Edmund Schmersahl Nachf., Lübeck 1899

Wenige Minuten weiter (Arnimstr. Nr. 51) erreicht man den Zoologischen Garten, mit gutem Restaurant von schattigen Anlagen umgeben.
Eintrittsgeld: Erwachsene 30 Pf.; Kinder 15 Pf; Vereine und Schulen erhalten Preisermäßigung.
Hauptfütterungen: Im Sommer um 6-7 Uhr, im Winter um 4 Uhr.
Jahres-Abonnement: Familie mit Kinder, soweit letztere nicht selbstständig sind, 12.- Mk, Ehepaar 6.- Mk, einzelne Person 4.- Mk, Kinder 2.- Mk. und Dienstboten 2.- Mk.
Ostern 1899 wurde der Garten nach einjährigem Leerstehen wieder eröffnet, und zwar hat sich eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet. Dieselbe erweiterte den Garten, außerdem wurden größere Neubauten ausgeführt, z.B. ein prachtvoller Löwenzwinger, Eisbärenburg, Raubvogelhaus und großartige Hirschgehege, alles sehr praktische und dekorativ wirkende Baulichkeiten. Die Gartenanlagen werden vorzüglich von fachmännischer Seite gepflegt. Der Tierbestand ist ein tadelloser und sind viele Tiere, die man sonst in zoologischen Gärten von der Größe des Lübeckers nicht trifft, von der Gesellschaft erworben worden, z. B. Eisbären, Bison, die mächtigen Wapitihirsche, fast von der Größe eines Kamels, dass außerdem fast alle Tiere vorhanden sind, die man sonst zu sehen gewohnt, ist selbstverständlich. Fast allsonntäglich sind Concerte, außerdem Vorführung von fremden Völkerkarawanen, dressierten Tiergruppen u.s.w., so dass stets für Abwechselung und Unterhaltung des Publikums bestens gesorgt ist, auch treffen oft Neuerwerbungen von Tieren ein. Die Restauration befindet sich in den bewährten Händen des Herren A.W. Neumann, Besitzer des Concerthauses Fünfhausen.

Die Fahrstraße führt weiter durch Feld in 30 Minuten zum Waldesrande. Hier an der Tannenholzung liegt die zum Orte Wesloe gehörende Gastwirtschaft: „Zum Arnim-Denkmal“ mit großem Garten mit Belustigungsspielen. Dieselbe liegt an herrlichen Tannenwaldungen etwas abseits von der großen Heerstraße der Touristen und dürfte gerade deshalb für viele als ein beliebtes Ausflugsziel zu empfehlen sein.