Montag, 28. Januar 2013

"Froschkönig"

Jürgen Schwalm

Kokolores am Karneval

Fünf Variationen zum Märchen vom „Froschkönig“

1.
Ein hässliches Mädchen kommt zum Weiher.
  - Küss mich, quakt der Frosch. Ich will dich heiraten .-
  - Du bist ja doch kein Prinz -, meint das Mädchen schnippisch und wendet sich ab.
  - Falsch geraten. Pech für dich und Glück für mich, quakt der Frosch, springt ins Wasser zurück und wartet auf bessere Aussichten.

2.
Ein hübsches Mädchen kommt zum Weiher.
 - Küss mich, quakt der Frosch. Dann musst du mich heiraten. –
 - Aber gern, mein lieber Prinz, sagt das Mädchen und küsst sein Maul.
 - Falsch geraten. Pech für dich und Glück für mich, quakt der Frosch, hüpft der Braut in den Schoß und bleibt für immer ein Frosch.

3.
Ein Mädchen, das sich für sehr schlau hält, kommt zum Weiher.
 - Ich bin kein Prinz!, quakt der Frosch.
 -Ich lass mir doch nichts von dir vormachen, ruft das Mädchen, küsst sein Maul, fällt dabei ins Wasser und ertrinkt.

4.
- Sei doch kein Frosch und küss mich, sprach das Mädchen zum Prinzen.
Der Prinz lehnte das ab; da wurde er zum Frosch.

5.
Das Mädchen sprach zum Prinzen: Du sagst immer, dass du ein Frosch bist. Wenn du ein Frosch wärest, könntest du mich nicht küssen. -
- Von wegen, antwortete der Prinz und spitzte - sein Froschmaul.

                                               















Jürgen Schwalm: 
Der Froschkönig, 
Collage, 2013                

Sonntag, 2. Dezember 2012

Ausstellung Auferstehungskirche Lübeck

Jürgen Schwalm 
"Herbstfeuer", 
Hinterglasmalerei, 2001
Jürgen Schwalm stellte neunzehn seiner Bilder (Collagen, Hinterglasmalerei) der Auferstehungskirche Lübeck, Marliring 1, als Dauerleihgabe zur Verfügung. Die Exponate können dort zu den Gottesdienstzeiten besichtigt werden.

Jürgen Schwalm veröffentlichte im Almanach deutschsprachiger Schriftsteller-Ärzte 2012 u.a. den volkskundlichen Essay: SATOR AREPO  (Magische Quadrate und Bannsprüche) und im Almanach 2013 den  lyrischen Zyklus Griechische Zeilen und die Farbreproduktion seiner Glasmalerei Herbstfeuer.- Die Ausgaben des Almanachs (Hrsg. Dietrich Weller, 656 S. bzw. 635 S.) erschienen in der Verlagsgesellschaft W.E. Weinmann/Filderstadt und kosten im Buchhandel je 20,50 €.

Donnerstag, 15. November 2012

"Losgehen und Ankommen"

Jürgen Schwalm: "Erinnerung an Rhodos", 
Kochlaki-Kiesel und Aquarell unter Hinterglasmalerei, 2005


Auferstehungskirche

Lübeck Marliring 1,

Freitag,  30. November, 17.00 Uhr.

 Im Rahmen einer Andacht

 Losgehen und Ankommen
- Leitung: Pastor Matthias Stahlschmidt -
 zeigt   
Jürgen Schwalm
eigene Bilder
und liest aus seinem lyrischen Werk

Samstag, 10. November 2012

"Schriften zur mecklenburgischen Geschichte", Bd. 3

Michael Dragendorff (1772-1846),
gemalt von seinem Sohn Heinrich Dragendorff (1809-1868).- 
Michael Dragendorff ist der Ur-Ur-Urgroßvater 
von Jürgen Schwalm




 Im 3. Band der „Schriften zur mecklenburgischen Geschichte“ veröffentlichte Dr. Marianne Beese den Aufsatz „Alte Menschen in Lebenserinnerungen aus dem 19. und 20 Jahrhundert“, in dem über die Familien Dragendorff und Genzken berichtet wird, also über Vorfahren von Dr. Jürgen Schwalm, der dafür seine genealogischen Aufzeichnungen zur Verfügung stellte.

Montag, 22. Oktober 2012

Lesung 9. November 2012 im Schloss vor Husum

Jürgen Schwalm: Die schräge Gasse (Samos),  Hinterglastechnik, 2007






Der Förderverein Schloss vor Husum und der Euterpe-Literaturkreis (Dr. Therese Chromik) lädt ein zu einer Veranstaltung im Schloss vor Husum, König-Friedrich V-Allee, 25813 Husum.

Am Freitag, dem 9. November 2012 um 19.00 Uhr liest Jürgen Schwalm aus seinen lyrischen Werken. Der Autor wird seine Gedicht-Zyklen Scherzo am Lago Maggiore und Griechische Zeilen in den Mittelpunkt seiner Lesung stellen.




Dienstag, 2. Oktober 2012

Rezitationsabend mit Texten des Merz-Künstlers Kurt Schwitters




Kurt Schwitters: 
Titelblatt der Erstausgabe von "Anna Blume", 
Paul Steegemann- Verlag Hannover 1919. 
Nach einem Exemplar 
im Besitz von Jürgen Schwalm

Anna Blume



Beim diesjährigen Treffen des Abitur-Jahrgangs 1951 der Goethe-Schule in Einbeck, das am 19.10.2012 im Kongresshotel am Stadtpark in Hannover ( Clausewitzstraße 6) stattfindet, veranstaltet Jürgen Schwalm einen Rezitationsabend mit Texten des Merz-Künstlers Kurt Schwitters, der vor 125 Jahren in Hannover geboren wurde. Dabei wird Schwalm auch Abschnitte aus Schwitters’ literarischem Hauptwerk, der Ursonate, vortragen.

Montag, 3. September 2012

273. Frühschoppen des Lübecker Autorenkreises

Jürgen Schwalm
"Der Insektenforscher"
Collage, 2012

273. Frühschoppen des Lübecker Autorenkreises

 am Sonntag, d. 30. September 2012, 11.00 Uhr

„Im Alten Zolln“, Lübeck, Mühlenstraße 93/95


Vortrag von Jürgen Schwalm:

„Höhenflüge einer Biene und Irrwege eines Dichters“

Der Schriftsteller Waldemar Bonsels (1880-1952) und sein Werk


Vor hundert Jahren (1912) erschien Waldemar Bonsels bekanntes Werk: „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“. Es wurde ein Welterfolg. Die Abenteuer des aufmüpfigen Insekts amüsieren durch die Fernsehverfilmungen nach wie vor Kinder und Erwachsene, die Kinder geblieben sind. – Waldemar Bonsels war ein produktiver und vielgelesener Schriftsteller, der allerdings schon früh umstritten war. Er war ein „Wanderer zwischen Staub und Sternen“, der lebenslang von der Jugendbewegung, dem Jugendstil und vom Symbolismus geprägt in romantischer Verklärung der Wirklichkeit und sentimentaler Religiosität ein Suchender blieb. Aber Bonsels poetische Naturbetrachtung, die seine Werke bereichert, erweckt nach wie vor Sympathie. – 1933 gerieten einige seiner Werke bei den nationalsozialistischen „Säuberungsaktionen“ vorübergehend auf die Liste der „Verbotenen Bücher“. Bonsels’ Strategien, dennoch in Deutschland überleben zu können, wurden bislang der Öffentlichkeit kaum zugänglich gemacht.
Sie werden von Jürgen Schwalm ausführlich analysiert, wobei er in seiner eigenen Stellungnahme um Objektivität bemüht bleibt. 


- Der Eintritt ist frei -