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Historisierende Aussicht auf Lübeck von Marli. Das Glasbild
kaufte Jürgen Schwalm 1971 in der Lübecker Mengstraße 31, wo sich seit dem 19.
Jahrhundert bis 1995 die Glaswerkstatt Berkentien befand.
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Lübeck um 1900
Notizen zur Stadt- und Kulturgeschichte Lübecks II
Aus: Hundert
Ausflüge in Lübecks Umgebung nebst Führer durch die Stadt Lübeck, Verlag von
Edmund Schmersahl, Nachf. (Rich.Brunn), Lübeck, 1899
Kurz vor dem Endpunkte der Allee
[Roeckstraße] bietet R. Jenner’s Restaurant mit Garten eine angenehme
Raststätte. Bei der Wegeteilung am Ende der Roeckstraße biege man links in die
Arnimstraße ein. [Die erstmalige Benennung der Arnimstraße nach dem Major
Friedrich Wilhelm Ludwig von Arnim-Suckow (1780-1813) erfolgte 1869 durch das
Lübecker Polizeiamt, da sich das bisherige Fehlen von Straßennamen zunehmend
als Problem für die Anwohner herausgestellt hatte, wie Leserbriefe an Zeitungen
1866 belegen.]
Nach 15 Minuten gelangt man nach
Neu-Lauerhof.
(2,63 km) Neu-Lauerhof: Eines der schönsten und größten Etablissements
Lübeck’s, mit großem schönen Garten und Sälen. Vorzügliche Küche, vorzugsweise
bekannt seiner großen Spargel – und Erdbeerkulturen wegen, dessen Erträge dort
auf das beste zubereitet, stets frisch verabreicht werden.
Geschichtliches: Das
Etablissement entstand aus dem Holländerhause des Lauerhofes, dessen Name schon
anno 1163 erwähnt wurde. Im Mittelalter hieß der Lauerhof allerdings ad leonem
(Zum Löwen). Als Kaiser Friedrich Barbarossa im Jahre 1181 gegen Heinrich den
Löwen von Lübeck zog, war sein Lager der
Sage nach, am Lauerhof, wo die Stadt zu Ehren ihres Stifters Löwen füttern
ließ. Gegen Ende des 15 Jahrhunderts wurden hier die Löwen des hohen Rates
gehalten, welche demselben von der Stadt Kampen in Holland zum Geschenk gemacht
waren.
[siehe
auch: Ernst Deecke: Lübische Geschichten und Sagen Nr.11: Der Lauerhof.- Auf dem Gelände eines früher der Stadt Lübeck
gehörenden Pachthofes „Lauerhof am Berge“ liegt die heutige Lauerhofstraße. Die
von dem Franziskanermönch Detmar (gest. nach 1395) verfasste Stadtchronik
erwähnt das Gut „Alt-Lauerhof“ bereits 1163. Die Stadt, die es 1768 erwarb,
zerteilte es in drei Pachthöfe: Alt-Lauerhof, Neu-Lauerhof am Berg und
Neu-Lauerhof am Fuchsberg.]
Anmerkungen in eckigen Klammern:
Jürgen Schwalm